Sonnabend, 16.10.2010 ::: 10:00 - 11:30

Panel: Wahrnehmung in der Europäischen Ethnologie – Variationen eines empirischen Zugangs - Anna Stoffregen / Daniela Schadauer / Martin Jonas. Moderation: Michaela Haibl

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Exposé: Daniela Schadauer
Wahrnehmung über das Prinzip der Montage
Der Vortrag wird sich mit konkreten Überlegungen zum Thema der fotografischen Wahrnehmung und der Quellenerstellung über das Medium der Fotografie beschäftigen. Ausgangspunkt hierfür bildet meine Diplomarbeit, in der eine selbstproduzierte Fotomontage als eine Interpretationsform des ethnographierten Stadtraumes analysiert wurde. Die bildliche Quelle zeigt eine typische Wiener Häuserzeile, die durch den Akt des Fotografierens eine visuelle Übersetzung fand. Die Genese der Fotomontage bestand zunächst aus dem Ablichten einzelner Motive, die in einem zweiten Schritt in der digitalen Nachbearbeitung zu einer Gesamtkomposition zusammengesetzt wurde.
Im Vortag möchte ich aufzeigen, wie Fotografie als Medium der visuellen Wahrnehmung und als Gegenstand der Forschung genutzt wurde. Die Kamera stellte dabei das zentrale Instrument der empirischen Forschung dar. Durch diese spezifische Annäherung an urbane Räume sollte eine neue Herstellungsform von visuellen Quellen und ethnographische Wahrnehmungstechnik getestet werden.
Mein Beitrag möchte die(se) Methode der fotografischen Quellenerstellung und deren Interpretation und Wahrnehmung vorstellen und reflektieren.

 
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Daniela Schadauer ist Doktorandin am Institut für Europäische Ethnologie an der Universität in Wien. In ihrer Dissertation beschäftigt sie sich mit Image- und Bildproduktionen im städtischen Diskurs. Ihr Forschungsinteresse gilt der Fotografie und der Visuellen Kultur sowie der Architekturgeschichte. Lebt und arbeitet in Wien.

 

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