Freitag, 15.10.2010 ::: 11:30 - 12:30

Forscher im Fokus der Fotografie. Zur visuellen Konstruktion ethnografischer Wissenschaft - Ulrich Hägele

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Die visuelle Aufnahme mit der Kamera spielte seit etwa Mitte des 19. Jahrhunderts in den ethnografischen Disziplinen, aber auch in der Archäologie und Anthropologie eine immer stärkere Rolle. Dabei setzten sich die Forscher relativ häufig in ihrem Feld selbst in Szene und ließen sich entweder alleine oder mit fremden Menschen - ihren "Forschungsobjekten" ablichten. Der Vortrag konzentriert sich auf den visualisierten Habitus von Wissenschaft. Im Vordergrund steht die Frage, in wieweit sich hierarchische Strukturen zwischen Forscher und Beforschten im Bild nachweisen lassen und welche Kriterien dafür verantwortlich sind. Sodann soll gezeigt werden, ob eventuell ikonografische Traditionen beim sich selbst Fotografierenden ins Spiel kommen.

 
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Ulrich Hägele, Dr. rer. soc. Geb. 1958 in Stuttgart. Studium der Empirischen Kulturwissenschaft und Kunstgeschichte in Tübingen. Museumsarbeit und Ausbildung zum Redakteur beim SWR. Seit 2006 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Medienwissenschaft/Universität Tübingen. Außerdem freiberuflich tätig als Ausstellungsmacher, Autor, Dozent und Uni-Coach. Seit 2001 gemeinsam mit Irene Ziehe Leiter der Kommission Fotografie der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde. Forschungsschwerpunkte: Theorie der visuellen Kultur, Geschichte der Fotografie und Mediengeschichte. Lebt in Tübingen.

 
 

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