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Visuelle Medien und Forschung
Über den wissenschaftlich-methodischen Umgang mit Fotografie und Film
15./16. Oktober 2010 im Museum für Fotografie (SMB), Berlin

Visuelle Medien und Forschung - Über den wissenschaftlich-methodischen Umgang mit Fotografie und Film
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Visuelle Medien und Forschung - Über den wissenschaftlich-methodischen Umgang mit Fotografie und Film

Tagung der Kommissionen Fotografie und Film der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde

15. und 16. Oktober 2010

Bis in die 1970er/80er Jahre nutzte das Gros der ethnowissenschaftlich arbeitenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler das Medium Fotografie wie auch den Film dokumentierend-illustrativ als hilfswissenschaftliches Mittel - die visuelle Anthropologie war als Subdisziplin noch nicht stark ausgeprägt. Zudem wurden die vermeintlich realgetreuen Abbildungsqualitäten der Fotografie und der Filmbilder kaum hinterfragt: Was hier zu sehen war, galt als wahr und objektiv und musste sich dementsprechend keiner weiteren Erläuterung oder Interpretation unterziehen. In diesem Zusammenhang sind nicht nur die fotografierenden oder/und filmenden Ethnologen, sondern auch die Fotografen und Filmer, die als (Forschungs-) Reisende Land und Leute aufnehmen, von Bedeutung. In der Geschichte der wissenschaftlichen Institutionen und ihren Bildarchiven bilden diese Aufnahmen einen bedeutenden Fundus.

Die Kommissionen Fotografie und Film der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde wollen mit dieser ersten gemeinsamen Tagung das Verhältnis von Wissenschaft und visuellen Medien vom 19. Jahrhundert bis heute ins Blickfeld rücken. Einen Schwerpunkt stellt die visuelle Selbstinszenierung von Wissenschaft dar. Forscherinnen und Forscher aus Universität, Museum, Archiv, die sich mit den Medien Fotografie und Film in historischem und zeitgenössischem Kontext beschäftigen und jene, die im Feld oder medial einschlägige Erfahrungen gesammelt haben, setzen sich interdisziplinär mit dem Thema auseinander. Die bildlichen Quellen und der Umgang mit ihnen stehen im Mittelpunkt der Betrachtungen.